In Düsseldorf ist man auf dem richtigen Weg

Rheinbahn mit neuem Betriebshofmanagement

Eine innerbetriebliche Umstrukturierung nahm die Düsseldorfer Rheinbahn zum Anlass, ihr in die Jahre gekommenes Betriebsführungssystem zu erneuern.

Abstellgleise in Lierenfeld. Foto: Rheinbahn AG

Die Düsseldorfer Rheinbahn AG ist das fünftgrößte Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, das eine Fläche von 570 km2 mit über einer Million Einwohnern bedient. Dazu gehört außer den Städten Düsseldorf und Meerbusch auch der Kreis Mettmann. Schienenstrecken gibt es außerdem nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Buslinien führen nach Duisburg, Essen, Kaarst, Krefeld, Mülheim, Neuss, Solingen und Wuppertal. 2010 beförderte die Rheinbahn 214,9 Mio. Fahrgäste und beschäftigte 2 702 Mitarbeiter.

Umbau erfordert EDV-Erweiterung

Bislang nutzte die Rheinbahn ihr über 22 Jahre altes Betriebsführungssystem (ABF), das nach umfangreichen Umbauten und den damit einhergehenden gestiegenen Anforderungen an die IT durch ein neues Betriebshofmanagementsystem (BMS) ersetzt werden sollte.

Projektteam erstellt Lastenheft

„Also haben wir die Chance genutzt, im Rahmen einer Ausschreibung alle Betriebshöfe mit einem modernen Managementsystem auszurüsten sowie ihre Prozesse zu konsolidieren und zu optimieren“, erzählt Thomas Klein, Projektleiter BMS und Mitarbeiter der Abteilung elektronische Systeme. Für die Ausschreibung wurde ein Projektteam aus Mitarbeitern aller Abteilungen gebildet, die ein Lastenheft mit den geplanten Prozessen und detaillierten Abläufen erstellten, um die Anforderungen insbesondere der Anwender zu berücksichtigen.

Aufgrund einer Bewertungsmatrix entschied sich die Rheinbahn für das BMS PSItraffic der Berliner PSI Transcom GmbH.

Klein erinnert sich: „Außer Technologie und Preis erschien uns PSItraffic von allen Systemen auf dem Markt am besten konfigurierbar zu sein.“ Jeder Betriebshof hat seine eigenen spezifischen Abläufe und Prozesse. Und zu jedem Prozess gibt es entsprechende Regeln und Anforderungen, die sich auch häufig ändern können. Benutzt man dann ein Produkt, in dem sich diese Änderungen in Form von Parametern und Daten selbständig konfigurieren lassen, bringt das allein aufgrund der großen Flexibilität viele Vorteile und spart Zeit und Kosten.

Buswerkstatt in Lierenfeld. Foto: Rheinbahn AG

Intensive Pflichtenheftphase

Nach der Auftragserteilung begann für das Projektteam und PSI Transcom-Projektleiter Frank Fünfstück mit seinem Team die gemeinsame Pflichtenheftphase, in der auch die Erfahrungen der Berliner aus vielen anderen BMS-Projekten genutzt wurden.

„Wir haben sehr viel Wert darauf gelegt, das Ganze nicht auf einem hohen Beraterlevel zu definieren, sondern mit denen zu diskutieren, die täglich damit arbeiten müssen. Ein langwieriger Weg, aber die Akzeptanz zeigt, dass es sich gelohnt hat“, begründet Klein den Aufwand.

Moderne Ortung

Die beiden unterschiedlichen Fahrzeugsysteme – Schiene und Bus – erfordern auch unterschiedliche Fahrzeugortungssysteme, um eine exakte Erfassung der Fahrzeugpositionen für die korrekte Reihenfolge des Fahrzeugauslaufs oder der Werkstattbesuche zuverlässig sicherzustellen.

So kommt jetzt auf den Betriebshöfen der Rheinbahn das von PSI Transcom gemeinsam mit ihrem Partner Symeo GmbH, einem Spezialisten für präzise und berührungslose Positionserfassung und Distanzmessung, entwickelte Local Positioning Radar (LPR) zum Einsatz, das über eine Schnittstelle mit dem BMS kommuniziert. So sind in Lierenfeld mehrere Zellen mit je sechs Referenzpunkten und einem Datensammler eingerichtet, die die Busstandorte exakt an das BMS melden.

Moderne IT

Das neue BMS ist redundant ausgelegt, mit zwei Servern an zwei unterschiedlichen Standorten. Zusätzlich installierte man auf einer Oracle Datenbank den Oracle Real Application Cluster, der die Ausführung einer einzelnen Datenbank auf einem Servercluster erlaubt. Diese Installation gewährleistet höchste 24/7-Verfügbarkeit, die Konsolidierung der Server und vermeidet kostenträchtige Ausfallzeiten. PSI Transcom garantiert immerhin eine 99,8 prozentige Verfügbarkeit.

Mit PSItraffic wird der Prozess von der Einfahrt des Fahrzeugs bis zu seiner Ausfahrt komplett vom BMS begleitet und gesteuert. So lassen sich mit Informationen aus der Werkstatt Fahrzeuge schon bei ihrer Einfahrt gezielt auf Werkstattspuren setzen, Ersatzteile frühzeitig besorgen und damit Rangierzeiten und Stillstände wirksam reduzieren.

Der Einsatz von PSItraffic auf allen Betriebshöfen erlaubt es den Disponenten, ohne aufwändige Suchaktionen Ersatzfahrzeuge direkt dort anzufordern, wo sie zur Verfügung stehen.

Folglich ist Projektleiter Klein zufrieden: „Die gute Zusammenarbeit mit unserem BMS-Partner und die professionelle Umsetzung geben mir das sichere Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.“

Kontakt

Dr. Thomas Langner
Leiter Vertrieb ÖPNV

www.psitrans.de