Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG: Prognoseänderung
PSI hält aufgrund von Einmalaufwendungen nicht länger an der Prognose für 2013 fest

Berlin, 24. September 2013 – Die PSI AG erwartet aufgrund von Einmalbelastungen durch Altrisiken aus dem Jahr 2009 sowie erhöhten Einmalaufwendungen für die Entwicklung eines Energiemanagementsystems für Bahnstrom und die Entwicklung eines Transportmanagementsystems für Logistikdienstleister im dritten Quartal 2013 ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) von –2,8 Millionen Euro. Für das vierte Quartal 2013 erwartet der Vorstand nun ein positives Ergebnis von 4,5 Millionen Euro, so dass für das Gesamtjahr ein Betriebsergebnis von nur noch 5,2 Millionen Euro erwartet wird. Die Lizenzen aus Großaufträgen sind darin wegen allgemeiner Zahlungsrisiken nur anteilig enthalten. Angesichts der anhaltend schwach erwarteten Investitionen der europäischen Energieversorger reduziert der Vorstand die EBIT-Planung für die Folgejahre auf 12 Millionen Euro für 2014 und 15 Millionen Euro für 2015.

Bei den Altrisiken aus dem Jahre 2009 handelt es sich zum einen um einen Rechtsstreit mit einem ehemaligen Kunden in der Tschechischen Republik, der nach jahrelangen Auseinandersetzungen außergerichtlich beigelegt werden konnte und eine Wertberichtigung in Höhe von 0,8 Millionen Euro zur Folge hat. Beim Konzernergebnis kommt es aufgrund des wahrscheinlichen Untergangs von Verlustvorträgen durch die kurzzeitige Beteiligung eines Investors mit einem Anteil von über 25 % an der PSI AG im Jahr 2009 zu einer um 0,6 Millionen Euro höheren Steuerbelastung.

Mit dem Bahnstromsystem macht sich PSI unabhängiger von der Nachfrageschwäche der Energieversorger im europäischen Heimatmarkt. Mit dem Transportmanagementsystem will PSI zukünftig vom stetig wachsenden Internet-Mailordergeschäft profitieren.

Wegen des Internet-Mailorder-Booms und zunehmender industrieller Vernetzung wächst die Nachfrage nach Transportlogistiklösungen um etwa 10 % pro Jahr. Viele bestehende Systeme sind stark überaltert und halten den Anforderungen an immer stärkere Internetintegration, kurze Transportzeiten und Automation nicht mehr stand. Wegen des daraus entstehenden Ersatzbedarfs hat PSI die vorhandene Speditionssoftware um die Komponenten erweitert, die für die Transportlogistik großer Logistikdienstleister und Industriekonzerne erforderlich sind.

Die Pilotaufträge erfordern ein höheres Investitionstempo als ursprünglich geplant. Insbesondere wird auch ein Geschäftsprozessmanagement (BPM) entwickelt, das ab 2015 konzernweit in PSI Software integriert werden soll, um die Kosten für die Adaption in der Standardsoftware hinterlegter Geschäftsprozesse an Kundenwünsche deutlich zu senken.

Angesichts der seit vier Jahren anhaltenden extremen Sparsamkeit der Stromversorger im Heimatmarkt baut PSI das Segment Bahnstromsysteme weiter aus. Im Bahnstrom-Portfolio fehlte bisher noch das Energiemanagementsystem für Höchstspannung und Kraftwerkssteuerung.

Sollte die neue Bundesregierung ein neues Energiemarktdesign verabschieden, das wie angestrebt den Investitionsstau bei den Energienetzen löst, könnten die Planwerte für den Energiebereich drastisch nach oben korrigiert werden.

Die PSI AG entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte komplette Lösungen für Energiemanagement (Gas, Öl, Elektrizität, Wärme, Energiehandel), Produktionsmanagement (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik) und Infrastrukturmanagement für Verkehr und Sicherheit. PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 1.600 Mitarbeiter.