PSI mit Rekord-Auftragseingang im ersten Quartal

  • Auftragseingang durch Energie- und ÖPNV-Geschäft mit 19 % Steigerung auf 93 Millionen Euro
  • EBIT um 7 % auf 2,8 Millionen Euro, Konzernergebnis um 8 % auf 1,9 Millionen Euro gesteigert
  • Neue Segmentstruktur bildet Synergien zwischen Energie- und Verkehrsbereich ab
Kennzahlen (TEUR) 01.01. – 31.03.2018 01.01. – 31.03.2017
Veränderung
Umsatz 45.745 43.784 +4,5 %
EBIT 2.786 2.607 +6,9 %
Konzernergebnis 1.921 1.775 +8,2 %
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,12 0,11 +9,1 %

Berlin, 26. April 2018 – Der PSI-Konzern hat im ersten Quartal 2018 den Auftragseingang um 19 % auf den neuen Rekordwert von 93 Millionen Euro gesteigert (31.03.2017: 78 Millionen Euro). Der Auftragsbestand am 31.03.2018 lag mit 174 Millionen Euro knapp 7 % über dem Vorjahreswert (31.03.2017: 163 Millionen Euro). Der Konzernumsatz wurde vor allem dank des Wachstums im Bereich Elektrische Netze um knapp 5 % auf 45,7 Millionen Euro verbessert (31.03.2017: 43,8 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um 7 % auf 2,8 Millionen Euro (31.03.2017: 2,6 Millionen Euro) gesteigert, das Konzernergebnis verbesserte sich um 8 % auf 1,9 Millionen Euro (31.03.2017: 1,8 Millionen Euro).

Das Segment Energiemanagement, das ab dem 1. Quartal 2018 die Bereiche Energienetze, Energiehandel, Öffentlicher Personenverkehr und das Südasien-Geschäft umfasst, erzielte im ersten Quartal einen 11 % höheren Umsatz von 22,4 Millionen Euro (31.03.2017: 20,2 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf 1,1 Millionen Euro (31.03.2017: 0,9 Millionen Euro). Der Bereich Elektrische Netze verzeichnete einen starken Anstieg des Auftragseingang, insbesondere durch den Rollout des GLDPM-Moduls (Generation and Load Data Provision Methodology), welches durch den Datenaustausch zwischen Verteilnetzbetreibern und Übertragungsnetzbetreibern auch die Grundlage für Verteilnetz-Autopiloten schafft. Der Bereich Gas und Öl verzeichnete nach dem Anstieg des Ölpreises einen Abbau des Nachfragestaus in den Ölförderländern. In Russland verzögerte sich infolge von Sanktionen die Vergabe einiger Aufträge für Gasnetze und Metallerzeugung. In Südostasien verzeichnete PSI eine deutliche Erholung bei Umsatz und Ergebnis, im Bereich Öffentlicher Personenverkehr gewann PSI einen bedeutenden Auftrag des Berliner U-Bahn-Betreibers BVG.

Der Umsatz im Segment Produktionsmanagement (Rohstoffe, Metall, Industrie, Logistik), das ab dem 1. Quartal 2018 auch das polnische Geschäft umfasst, lag in den ersten drei Monaten mit 23,3 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert (31.03.2017: 23,5 Millionen Euro). Die Markteinführung des ebenfalls auf die PSI-Java-Plattform migrierten PSIpenta-ERP sowie -POM (Production Order Management) und des auf Konzern-Standardmodulen neu aufgebauten MES (Manufacturing Execution System) bindet noch immer Ressourcen. Dieses Geschäft soll ab Sommer wieder mit Stammkunden und Neukunden auf Wachstumskurs gehen. Das Betriebsergebnis des Segments wurde um 4 % auf 2,1 Millionen Euro verbessert (31.03.2017: 2,0 Millionen Euro). Der Bereich Metallindustrie steigerte seinen Auftragseingang in den USA deutlich, im Bereich Automobilindustrie erhielt PSI einen wichtigen Auftrag zur Komplettierung der Produktionssuite in der Elektrofahrzeugproduktion. Zur Ergebnissteigerung trugen vor allem die Bereiche Künstliche Intelligenz, Metals und Logistik bei. Auf der Hannover-Messe 2018 werden derzeit der integrierte Produktions- und Logistikprozess in der Elektrofahrzeugproduktion sowie umfangreiche Praxisbeispiele aus der industriellen Anwendung Künstlicher Intelligenz präsentiert.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns erhöhte sich trotz der Anpassung in Indien zum 31.03.2018 auf 1.701 (31.03.2017: 1.613). Der Schwerpunkt der Neueinstellungen lag erneut in Deutschland und weiteren Industrieländern in Europa und Nordamerika. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war durch Veränderungen des Working Capital geprägt und verbesserte sich deutlich auf 6,3 Millionen Euro (31.03.2017: –0,2 Millionen Euro). Die leicht auf 42,6 Millionen Euro erhöhten liquiden Mittel (31.03.2017: 42,2 Millionen Euro) werden zur vorgeschlagenen Dividendenzahlung, zur Absatzfinanzierung im saisonalen Verlauf und zur Finanzierung gezielter Übernahmen eingesetzt. PSI wird 2018 Wartungserlöse, Upgrade- und Cloudumsätze auf über 60 Millionen Euro steigern.

In den nächsten Quartalen erwartet PSI eine Fortsetzung des positiven Auftragstrends in den Industrieländern und wird daher insbesondere in den USA die Kapazität auf 50 Mitarbeiter verdoppeln. In den Rohstoff-exportierenden Ländern wird sich der Abbau des Nachfragestaus fortsetzen, in Deutschland erwartet PSI im Vorlauf der kommenden regulatorischen „Fotojahre“ weiter steigende Auftragseingänge im Energiebereich.

Insgesamt prognostiziert der PSI-Vorstand für 2018 weiterhin ein Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich. Unter den aktuellen Randbedingungen erwartet das Management für das Betriebsergebnis mittlerweile eine zweistellige Steigerung auf über 15 Millionen Euro.

Der PSI-Konzern entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte komplette Lösungen für die Optimierung des Energie- und Materialflusses bei Versorgern (Energienetze, Energiehandel, Öffentlicher Personenverkehr) und Industrie (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik). PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 1.700 Mitarbeiter.