PSI Software mit weiterer Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr

  • Auftragseingang steigt um 11 % auf 111 Millionen Euro
  • EBIT um 25 % auf 5,7 Millionen Euro gesteigert
  • In Europa weiteres Wachstum, Risikoabbau in Asien
Kennzahlen (TEUR) 01.01. – 30.06.2017 01.01. – 30.06.2016
Veränderung
Umsatz 87.568 85.102 +2,9 %
Betriebsergebnis (EBIT) 5.684 4.534 +25,4 %
Konzernergebnis 3.043 2.414 +26,1 %
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,19 0,16 +18,8 %

Berlin, 27. Juli 2017 – Der PSI-Konzern hat im ersten Halbjahr 2017 den Auftragseingang um 11 % auf 111 Millionen Euro gesteigert (30.06.2016: 100 Millionen Euro), der Auftragsbestand am 30.06.2017 lag mit 148 Millionen Euro 3 % über dem Vorjahreswert (30.06.2016: 144 Millionen Euro). Der Konzernumsatz stieg vor allem durch das Industriegeschäft um 3 % auf 87,6 Millionen Euro (30.06.2016: 85,1 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um 25 % auf 5,7 Millionen Euro (30.06.2016: 4,5 Millionen Euro) gesteigert, das Konzernergebnis verbesserte sich um 26 % auf 3 Millionen Euro (30.06.2016: 2,4 Millionen Euro).

Das Segment Energiemanagement (Energienetze, Energiehandel) erzielte trotz des regulatorischen Schattenjahres im ersten Halbjahr einen leicht erhöhten Umsatz von 32,2 Millionen Euro (30.06.2016: 32 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments wurde gegenüber dem Vorjahr auf 3,1 Millionen Euro verbessert (30.06.2016: 2,6 Millionen Euro). Der Bereich Elektrische Netze erhielt eine wichtige Meilenstein-Abnahme in einem Verteilnetz-Großprojekt, schaffte mit zwei ersten kleinen Aufträgen den Eintritt in den US-Markt und baute seine Position im Heimatmarkt mit weiteren Upgradeverträgen aus. Der Bereich Gas und Öl konnte seinen Auftragseingang vor allem durch Upgradeaufträge deutscher Bestandskunden steigern und erhielt in Russland die Abnahme für die von PSI gelieferte Software für das zentrale Gazprom-Leitsystem.

Im Segment Produktionsmanagement (Rohstoffe, Industrie, Logistik) wurde der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 8 % auf 44,8 Millionen Euro erhöht (30.06.2016: 41,5 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis wurde um 27 % auf 3,5 Millionen Euro gesteigert (30.06.2016: 2,8 Millionen Euro), worin eine Risikovorsorge für ein Projekt bei einem in Zahlungsschwierigkeiten geratenen indischen Stahlhersteller enthalten ist. Das Segment profitierte von der Auflösung des Investitionsstaus in der Stahlindustrie nach den sehr schwachen Metallpreisen 2015/2016 und dem Beginn einer neuen Wachstumsphase in Maschinenbau und Logistik. Nachdem alle Produkte des Segments auf die Konzern-Java-Oberfläche umgestellt sind, lassen sich die Softwareprodukte besser zu übergreifenden Prozessketten integrieren. Dies umfasst insbesondere auch die automatische Versorgung von Maschinen mit Betriebsstoffen, Verbrauchsmaterial und Verschleißteilen auf Basis der von Internet-of-Things-Chips übermittelten Maschinendaten. Der Bereich Metals wird im dritten Quartal einen wichtigen Neuauftrag eines chinesischen Kunden erhalten.

Im Infrastrukturmanagement (Verkehr und Sicherheit) verringerte sich der Umsatz um 8 % auf 10,6 Millionen Euro (30.06.2016: 11,5 Millionen Euro), das Betriebsergebnis verbesserte sich auf –0,2 Millionen Euro (30.06.2016: –0,3 Millionen Euro). Das Segment leidet noch immer unter den wirtschaftlich angeschlagenen Generalunternehmern in von Öl und Gas abhängigen Ländern Südostasiens und des arabischen Golfs. PSI hat in den letzten 24 Monaten das in der Region gebundene Working Capital auch unter Verzicht auf Geschäftschancen massiv reduziert und im Gegenzug in die Ausbildung von Informatikern am Standort Malaysia investiert, die auch verstärkt Entwicklungs- und Overnight-Testing-Aufgaben übernehmen sollen. Viele von Öl und Gas abhängige Volkswirtschaften privatisieren nun die bisher vertikal integrierten Energieversorger, um Preise, Subventionen und Kosten zu senken. PSI hat für alle Stufen dieses Unbundlingprozesses die geeignete Software und viele Referenzen.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns am 30.06.2017 lag mit 1.626 unter dem Vorjahreswert (30.06.2016: 1.650). Der Wachstumsinitiative mit 50 Neueinstellungen in Europa stehen negative Effekte aus vermehrten Rentenabgängen und die im Vorjahr durchgeführte Kapazitätsanpassung im Hardwaregeschäft in Südostasien entgegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war durch Veränderungen des Working Capital geprägt und verringerte sich auf –5,7 Millionen Euro (30.06.2016: 0,2 Millionen Euro). Mit 34,6 Millionen Euro lagen die liquiden Mittel trotz der höheren Dividendenzahlung etwa auf Vorjahresniveau (30.06.2016: 34,8 Millionen Euro).

Generell verzeichnet PSI eine Nachfragebelebung in allen Geschäftsfeldern. Im Bereich Energie konzentrieren sich die großen deutschen Versorger nach Unternehmensaufspaltungen und Reorganisationen wieder auf Wachstum und die Erschließung neuer digitaler Geschäftsmodelle. Die Konzern-Technikplattform wurde auf den Grafikstandard JavaFX migriert, der die Unterstützung moderner Bedienkonzepte wie Gestensteuerung ermöglicht. Weitere Entwicklungsschwerpunkte sind die Härtung der Softwareprodukte und eine größere Unabhängigkeit von der Preispolitik der Betriebssystem- und Datenbankanbieter. Die seit 2016 bestehende ISO 27001 Informationssicherheitszertifizierung wurde im ersten Halbjahr auf weitere Konzerntöchter ausgeweitet. Die Nachfrage nach Cloudinstallationen für Demonstration, Schulung, Datenerfassung, Test und Backup hat sich ebenso wie das laufende Upgradegeschäft weiter gut entwickelt.

Trotz der Belastungen aus dem Abbau der Marktrisiken in Asien ist das Management weiterhin zuversichtlich, den oberen Bereich des EBIT-Zielkorridors von 12 bis 15 Millionen Euro zu erreichen. Große Aufmerksamkeit liegt nach großen Technikinvestitionen nun mehr darauf, das Wachstum wieder stärker voranzutreiben.

Der PSI Konzern entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte komplette Lösungen für Energiemanagement (Energienetze, Energiehandel), Produktionsmanagement (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik) und Infrastrukturmanagement für Verkehr und Sicherheit. PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 1.600 Mitarbeiter.