• Eine rundum gelungene Lösung

    Effizienzsteigerung mit PSIwms bei HECO-Schrauben

Vorzone Kommissionierung und Bereitstellung.

Im neuen Distributionszentrum des Schraubenherstellers HECO-Schrauben sorgt das Warehouse Management System PSIwms für koordinierte Steuerung weitgehend automatisierter Intralogistikprozesse. Ausgefeilte Kommissionierungsstrategien mit speziell zugeschnittenen Dialogen steigern Effizienz und Qualität in Bestandsführung, Auftragsfertigung und Service.

Sicher ist sicher, lautet der Leitgedanke der HECO-Schrauben GmbH & Co. KG mit Sitz in Schramberg/Schwarzwald.

Das 1967 gegründete Familienunternehmen ist weltweit in 30 Ländern tätig und zählt mit einem Produktionsvolumen von rund 1,5 Milliarden Schrauben pro Jahr zu den führenden Herstellern der Branche. Eine in die Jahre gekommenen Intralogistik erwies sich zunehmend als Beschränkung für das kontinuierliche Auftrags- und Unternehmenswachstum. 2012 entschied sich das Unternehmen zum Bau eines neuen Logistikzentrums, um Lagerkapazitäten und Effizienz zu steigern. „Das Logistikzentrum ist die konsequente Antwort auf die stetig wachsenden Ansprüche an die Waren- und Materialwirtschaft“, begründet Lagerleiter Torsten Hettich. „Das reicht von der Systemausstattung bis hin zur optimalen Prozesssteuerung durch ein flexibles Warehouse Management System.“ Seit Anfang 2014 läuft das neue Logistikzentrum mit Hochregallager (HRL), Automatischem Kleinteilelager (AKL) und einem großzügig bemessenen Kommissionierungs- und Versandbereich im Praxisbetrieb.

„5 000 Palettenstellplätze, 50 000 Kartonstellplätze, modernste Kommissionierungstechnik und vollautomatisierte Prozesse bieten weitreichende Kapazitäten und sorgen für deutlich gesteigerten Durchsatz“, fasst Hettich zusammen. „Die wichtigsten Prozesse im Lager sind weitgehend automatisiert.“

Hohe Flexibilität und Investitionssicherheit

PSIwms zeigt mit neuen Dialog-Oberflächen den Kommissionierern den Quellkarton an und gibt den jeweiligen Zielbehälter vor.

Informatorisches Basissystem für Bestandsverwaltung, Koordination und Prozesssteuerung bildet das Warehouse Management System PSIwms der PSI Logistics. „Ein leistungsstarkes WMS, das uns hohe Flexibilität und Investitionssicherheit bietet und sich in den Funktionsumfängen und den erforderlichen Dialogen ganz auf unsere Anforderungen zuschneiden ließ“, begründet Hettich den Zuschlag.

Die PSI Logistics lieferte die für die Prozessabwicklung benötigten Datenfunkterminals und installiert die Schnittstellen zum Materialflussrechner sowie zum Host-System von HECO. Mit zahlreichen Individualprogrammierungen wurden überdies die spezifischen Prozesse bei HECO in das PSIwms eingepflegt. Innerhalb von neun Monaten war das PSIwms exakt auf die Anforderungen im Logistikzentrum des Schraubenherstellers zugeschnitten und implementiert. „Im Zusammenspiel mit dem Materialfluss-Steuerungssystem des Anlagenlieferanten die beste Lösung“, urteilt der Lagerleiter.

Das Lagergut wird mit Shuttle-Verkehren aus dem wenige hundert Meter entfernten Produktionsgebäude angeliefert. Palettenfördertechnik führt die palettierten Schrauben-Kartons ins Logistikzentrum. Nach Erfassung und Vereinnahmung im IT-System werden Paletten in das HRL geleitet. Dort lagern die RBG die Paletten nach Vorgaben des Materialflussrechners (MFR) in eine der beiden Lagergassen doppeltief ein. Den Lagerplatz meldet der MFR an das PSIwms, das die Bestände, Auslagerungen und Kommissionierumgsprozesse führt. „Für die Wareneingangserfassung wurden im PSIwms neue Dialoge mit projektspezifischen Eingabemasken eingerichtet“, erläutert Christian Welter, Projektmanager der PSI Logistics.

Effiziente und hochsichere Prozesse

Zur Bestückung des AKL steuert das WMS bedarfsgerecht Paletten aus dem HRL an einen automatischen Depalettierer. Dieser übernimmt die Vereinzelung. Eine Förderstrecke führt die Kartons anschließend an ein automatisches Etikettiersystem. Dort erhalten die Kartons ein individuelles Barcodeetikett bevor sie auf die Einlagerungsstiche für die drei AKL-Gassen ausgesteuert und darin eingelagert werden. Eventuell verbleibende Anbruchpaletten lenkt das PSIwms zurück ins HRL.

„Eine rundum gelungene Lösung“, resümiert Lagerleiter Hettich zufrieden. „Das PSIwms sorgt für die effizienten und hochsicheren Logistik- und Kommissionierprozesse, mit denen wir die aktuellen und künftigen Herausforderungen am Markt erfüllen. Eine Investition, die ganz der Devise unseres Unternehmens, ‚sicher ist sicher‘, entspricht.“

HECO beliefert aus dem neuen Logistikzentrum überwiegend Fachmärkte. Für die Auftragsfertigung sind acht Kommissionierungsstationen eingerichtet. An ihnen können mit den Quellkartons sowohl Versandkartons als auch Versandpaletten gepackt werden. PSIwms koordiniert die Auslagerung der benötigten Kartons aus dem AKL nach hinterlegten Strategien tourengerecht an die jeweiligen Kommissionierungsstationen für Speditionen und KEP-Dienstleister. Die Kommissionierungsprozesse werden nach dem Prinzip Pick-from/Pick-to von einem Lichtsystem unterstützt. Auf einem Display zeigt das PSIwms mit neuen Dialog-Oberflächen den Kommissionierern den Quellkarton an und gibt den jeweiligen Zielbehälter vor. An jeder Kommissionierungsstation kann auf bis zu vier Zielkartons kommissioniert werden. Zudem verfügt jeder Kommissionierungsplatz über zwei Zielpaletten-Plätze.

Ein Auslagerungsstich führt die Kartons an den Packplatz, wo die Versandpakete verschlossen, etikettiert und in den Warenausgangsbereich übergeben werden. Über eine Waage, die in die Förderstrecke integriert ist, überprüft das PSIwms dabei die korrekte Auftragsfertigung durch einen Abgleich der hinterlegten Stammdaten mit den Auftragsdaten und den entsprechenden Gewichten der kommissionierten Auftragsposten.

Zeitschrift für Logistik und Produktion

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Weitere Informationen

Warehouse Management System für die Gestaltung transparenter und effizienter Lagerprozesse:

PSIwms

PSI Logistics

Phillip Korzinetzki
Marketing Manager

www.psilogistics.com

Fotos (von oben): PSI Logistics