Optimale Mehrwerkesteuerung durch PSIpenta/Multisite

Erfolgreich in verschiedenen Kulturkreisen

Die informationstechnologische Steuerung mehrerer Werke von einer Zentrale aus ist nicht so ganz neu. Was man aber alles mit einem ERP-System mit ausgereifter Multisite-Funktion machen kann, weiß längst nicht jeder. Die Grenzebach-Gruppe zeigt eindrucksvoll, wie ein gutes und ausgereiftes System zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Die Grenzebach Maschinenbau GmbH ist beheimatet im bayerisch-schwäbischen Hamlar. Aus einem 1920 gegründeten Reparaturbetrieb für Landmaschinen hervorgegangen, entstand 1960 Grenzebach Maschinenbau, zunächst mit Schwerpunkt auf der Fertigung von Fördertechnik wie Kiestransportbändern. Später kamen Anlagen zur Käseherstellung und für die Möbelindustrie hinzu. Heute gehören zu den Geschäftsbereichen neben zahlreichen Sonderanwendungen die Verfahrenstechnik, Glas-, Baustoff- und Holztechnologie sowie Gepäckhandling und Intralogistik.

Mit der Gründung von Vertretungen und Fertigungsstätten in Georgia/ USA (1988) und Shanghai/China (1998) gelang es dem Unternehmen, auf den jeweiligen Märkten besser Fuß zu fassen und seine hohen Exportanteile nicht nur zu sichern, sondern auszubauen. Mehrheitsbeteiligungen, Übernahmen und Neugründungen in Europa, Brasilien, Indien, Indonesien und Taiwan machen Grenzebach zu einem stark expandierenden Global Player mit Vertretungen und Produktionsstätten in drei Währungszonen. Mehr als 1.500 Mitarbeiter erzielen dabei einen Umsatz von über 300 Mio. Euro.

IT in unterschiedlichen Kulturen

Bei dieser rasanten Entwicklung kristallisierte sich in den letzten Jahren immer stärker eine Aufgabe heraus, die Jürgen Brunner, CIO, so beschreibt: „Bei unserer massiven Expansion war es in den letzten Jahren ein Hauptthema, konzernweit gleiche Prozesse zu schaffen und sie überall zu verankern, also Rollouts in unterschiedlichen Kulturen und Sprachen zu realisieren.“ In dieser Zielsetzung fanden die IT-Verantwortlichen eine starke Unterstützung im seit vielen Jahren unternehmensweit eingeführten ERP-System PSIpenta mit seinen durchdachten und ausgereiften Multisite-Funktionalitäten zur Mehrwerkesteuerung.

Der ERP-Standard der Berliner PSIPENTA Software Systems GmbH verfügt schon seit 1999 über das Multisite-Konzept, das kontinuierlich mit den PSIPENTA-Anwendern und vor allem mit Grenzebach, einem Entwicklungspartner der ersten Stunde, weiterentwickelt wurde. Als Grenzebach 2005 die ehemalige Babcock-Tochter BHS in Bad Hersfeld übernahm, einen reinen SAP-Anwender, waren es nicht zuletzt diese Multisite-Fähigkeiten, die dazu führten, sich im gesamten Produktions- und materialwirtschaftlichen Bereich gegen SAP zu entscheiden. Als einen weiteren großen Vorteil nennt der CIO den passenden, überschaubaren Funktionsumfang des ERP-Standards, mit dem sich sowohl ein 500-Mann-Betrieb als auch die kleine 20-Mann-Vertretung steuern lassen.

Global planen

Inzwischen setzt Grenzebach Multisite konzernübergreifend in der gesamten Unternehmensgruppe ein. Kommt etwa ein Auftrag aus Mexiko für eine Gipskartonplattenanlage, handelt Grenzebach Amerika als offizieller Auftragnehmer. Von dort wird der Kundenvorgang im Multisite-Zentralbereich Vertrieb angelegt. Das Projekt ist augenblicklich weltweit sichtbar. Das zuständige zentrale Auftragsmanagement in den USA, das alle zum Konzern gehörenden Werke überblickt, kann nun die Arbeiten nach vorhandenem Know-how oder Kapazitäten verteilen. So besteht die erwähnte Anlage aus einer Komponente, in welcher der Gipsbrei entsteht, auf eine Folie aufgebracht und dort geformt und geglättet wird. Dann läuft er über ein Abbindeband, bis er eine bestimmte Konsistenz erhält. Anschließend wird der Gipsbrei geschnitten, in einem Trockner transportiert und gestapelt.

Das ist ein langer Prozess, in dem unterschiedliche Techniken zum Einsatz kommen. Die Stapelvorrichtung am Ende ist eine Kernkompetenz von Hamlar und der Trockner eine verfahrenstechnische Aufgabe, auf die das Produktionswerk Bad Hersfeld spezialisiert ist. Während sich Rollenförderer fast überall fertigen lassen, also nach Kapazitätsgesichtspunkten verteilt werden können, sind etwa die Trockner eindeutig die Sache des Bad Hersfelder Werks. Dort werden sie auf jeden Fall konstruiert, die Fertigung könnte allerdings auch ein anderes Werk übernehmen. Schließlich wird so der gesamte Auftrag international verteilt und abgearbeitet.

Weltweit liefern

Bei der Verteilung spielt auch die Logistik eine wesentliche Rolle, denn die fertigen Anlagen entstehen erst beim Kunden. Je nach Zielland, Transport und Zollbestimmungen muss das zentrale Auftragsmanagement, das auch für die Logistik zuständig ist, exakt planen, damit alle Komponenten einer Anlage termingerecht zur Montage am Zielort ankommen. Dabei kann der Projektleiter den Fortschritt der Produktion überall verfolgen, so dass keines der weltweit zur Verfügung stehenden Montageteams umsonst anreist.

Alle Werke verbuchen ihre Arbeiten über einen eigenen Kostenträger in PSIpenta, in welchem sämtliche Positionen schließlich zusammengeführt werden. Vom Angebot über die Auftragsbestätigung, die Produktion und die Rechnung ist alles abgebildet. Eine Online-Schnittstelle übermittelt die Rechnungsdaten in die SAP-Finanzsoftware, die sie verbucht sowie den gesamten Zahlungsverkehr verfolgt. Die Rechnungserstellung für sich ständig wiederholende Ersatzteile läuft direkt über PSIpenta. Für große Anlagen wird zwar alles dort verbucht, die Rechnung aber vom Auftrag nehmenden Werk individuell in Word designed und erstellt, da große Anlagen meist Einzelanfertigungen darstellen, die sich nie wiederholen.

International erfolgreich konkurrieren

So stellt das ERP-System die eigentliche Unternehmenszentrale dar. Die Strategien und wichtigen Entscheidungen sind natürlich weiterhin der Geschäftsleitung vorbehalten, gehandelt wird jedoch direkt dort, wo ein Auftrag entsteht, in einem für alle zentralen System. „Es wäre doch einfach Blödsinn, von irgendwo einen Auftrag an irgendeine Zentrale zu geben, die ihn wieder bearbeitet, um dann Teilaufträge an Werke zu verteilen, die vielleicht wiederum von neuem planen müssen“, veranschaulicht Brunner die Multisite-Vorteile. Der CIO bekräftigt, dass das Multisite-Konzept die Grenzebach-Gruppe international wettbewerbsfähiger macht. Es gibt verkürzte Reaktionszeiten, keine Fehlplanungen, Kosteneinsparungen und kaum Schnittstellen, dafür weggefallene Informationsübergänge, wodurch massiv Zeit gespart wird.

In China arbeitet man schon erfolgreich mit PSIpenta 8.0 mit chinesischer Oberfläche. Demnächst wird das aktuelle Release 8.2 auch unternehmensweit eingeführt: „Mit dem Releasewechsel können wir die Anzahl unserer Modifikationen signifikant verringern. Zudem erkennen wir uns im Standard immer stärker wieder“, nennt Brunner die Gründe. „Es war schon immer eine Stärke von PSIPENTA, sich anhand der Kunden zu entwickeln. Man fühlt sich verstanden und ernst genommen“, bescheinigt Brunner den Berlinern die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Branchenkompetenz.

Kontakt

Ulrike Fuchs
Referentin für PR & Marketing
PSIPENTA Software Systems GmbH
Telefon: +49 30 2801-2029
Telefax: +49 30 2801-1042
ufuchs@psipenta.de

www.psipenta.de

Kommunikationsplattform

EDI – aber einfach

Die Kooperationsplattform myOpenFactory ermöglicht die sichere Übertragung von Belegen zur überbetrieblichen Auftragsabwicklung mit "elektronischer Daten Integration" (EDI). Auf einfache Weise und für wenig Geld (siehe Abbildung unten) können kleine und mittelständische Unternehmen mit den meisten Geschäftspartnern kommunizieren. Dazu genügt eine einzige Schnittstelle – vom eingesetzten ERP-System zu myOpenFactory. Allen anderen Partnern stehen preiswerte Standard-Anbindungen für viele ERP-Systeme oder das Webportal zur Verfügung.

Das Datenaustausch-Format ist schlank und orientiert sich an gängigen Papierbelegen.
Es kommt mit 183 verschiedenen Feldern aus (gegenüber z. B. 5.000 Feldern einer EDIFACT-Bestellung). myOpenFactory filtert nur diejenigen Belege heraus, die signifikante Abweichungen zu den geforderten Angaben aufweisen. Das reduziert den zeitlichen Aufwand für die Auftragsabwicklung erheblich.

Austauschbare Belege:
Anfrage, Angebot, Auftragsbestätigungen, Änderungsauftrag, Statusabfrage, Statusnachricht, Bestandsabfrage, Bestandsnachricht, Abruf, Lieferavis, Wareneingangsbeleg, Rechnung, Gutschrift, Reklamation, Zahlungserinnerung

Artikel aus:

Zeitschrift für Logistik und Produktion

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