Stahl- und Aluminiumhersteller erzeugen während der Produktion vor Ort Schrott, zum Beispiel durch Besäumvorgänge oder das Schneiden von Kopf- und Endstücken. Allein im Jahr 2024 fielen über 543 Millionen Tonnen Stahlschrott an. Dieser Schrott ist eine wertvolle Ressource, die im Schmelzbetrieb des Herstellers recycelt oder extern verkauft werden kann. Er wird daher in Schrottcontainern gesammelt, die an speziellen Standorten neben den Produktionslinien aufgestellt sind, typischerweise ohneSortiermechanismus. Daher können diese Container Schrott aus mehreren Produktionskampagnen enthalten, was zu einem sehr heterogenen Inhalt führt.
Stahlschrottmarkt
im Jahr 2024
bis 2030
Marktwachstums
Die zentralen Herausforderungen: Effizienz und Nachhaltigkeit
Für Produzenten hängen sowohl die Effizienz des Recyclings als auch eine lückenlose Nachhaltigkeitsbilanz direkt von einer einzigen Frage ab: Was genau befindet sich in den Schrottcontainern? Ist die Zusammensetzung und Herkunft des Schrotts unbekannt, entstehen ernsthafte Nachteile für Qualität, Kosten und die Einhaltung von Umweltstandards. Die Konsequenzen im Detail:
Verschwendung von Rohstoffen und Potenzial
Ist die Schrottqualität unklar, muss das Schmelzwerk auf Nummer sicher gehen. Das Ergebnis: Es werden mehr teure Primärrohstoffe und Legierungen eingesetzt als nötig, die Chargierung ist suboptimal und die Ausbeute an hochwertigem Endprodukt sinkt. Wertvolles Potenzial wird verschenkt.
Gefährdete Produktqualität
Unerwünschte Fremdstoffe im Schrott (z.B. Kupfer, Zinn) sind ein Risiko für die Produktqualität. Dies erzeugt teure, zusätzliche Prozessschritte oder führt im schlimmsten Fall dazu, dass ganze Chargen abgewertet oder erneut eingeschmolzen werden müssen.
Steigende Betriebs- und Prozesskosten
Die Unsicherheit über die Schrottqualität führt direkt zu höheren Kosten – durch den Mehrverbrauch von Primärmaterialien, einen höheren Energieeinsatz und teurere Legierungselemente, die zur Sicherheit hinzugefügt werden.
Fehlende Transparenz und Optimierung
Ohne eine klare Zuordnung des Schrotts zu seiner Herkunft bleiben die internen Stoffströme eine Blackbox. Dies macht es fast unmöglich, Prozesse gezielt zu optimieren oder die Ursache für Qualitätsprobleme schnell zu finden.
Ungenaue und riskante CO2-Bilanz
Ohne exakte Daten zum Recyclinganteil wird die CO2-Bilanzierung zur Schätzung. Das gefährdet nicht nur die Glaubwürdigkeit von Umweltberichten, sondern auch die Einhaltung von regulatorischen Vorgaben und den immer strengeren Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden.
Die Lösung: Aus Restmaterial wird Wertstoff
Mit PSImetals Scrap Tracking geben Sie Ihrem Produktionsschrott eine klare Identität. Anstatt ihn als undefinierte Restmasse zu behandeln, wird Schrott zu einem wertvollen, chargengeführten Material. Das System erfasst automatisch alle relevanten Daten direkt im Produktionsprozess – von der Entstehung über die Zusammensetzung bis zur Wiederverwertung. Der entscheidende Vorteil: Die Lösung lässt sich unkompliziert in Ihre bestehende IT-Landschaft integrieren und schafft so vom ersten Tag an maximale Transparenz und Kontrolle über Ihre Materialflüsse.
Implementierung in 4 Schritten
Wir führen Sie zielsicher durch den gesamten Prozess:
- Digitale Sammelpunkte schaffen: Zunächst legen wir die physischen Sammelpunkte für Ihren Schrott als digitale Stammdaten im System an.
- Prozesse logisch verknüpfen: Anschließend verbinden wir diese Sammelpunkte digital mit den jeweiligen Produktionslinien, an denen der Schrott anfällt.
- Qualitäten sauber trennen: Sie definieren, welche Schrottqualitäten an welchem Punkt gesammelt werden, um eine klare Trennung von Anfang an zu gewährleisten.
Container nachverfolgen: Zuletzt wird jeder einzelne Schrottcontainer als eigenständiges Betriebsmittel im System erfasst, um seinen Weg transparent zu verfolgen.Ihr Gewinn: Transparenz, Effizienz und Qualität.
Sobald das System aktiv ist, schafft es eine neue Realität: Jeder Schrottcontainer erhält eine digitale Identität. PSImetals Scrap Tracking erfasst nicht nur die exakte Herkunft, sondern berechnet auch kontinuierlich die entscheidenden Eigenschaften wie Masse, chemische Zusammensetzung, und den CO₂-Fußabdruck.
Für Ihr Unternehmen bedeutet das
Maximal effizienter Schmelzbetrieb: Planen Sie Ihre Chargen mit absoluter Präzision. Sie nutzen internes Recyclingpotenzial voll aus und reduzieren den Zukauf teurer Primärrohstoffe auf ein Minimum.
Höhere Produktqualität: Indem Sie genau wissen, was in Ihrem Schrott ist, eliminieren Sie das Risiko von Verunreinigungen. Das Ergebnis ist eine konstant hohe Qualität ohne böse Überraschungen.
Spürbar niedrigere Produktionskosten: Der optimale Einsatz Ihres eigenen, hochwertigen Schrotts senkt direkt Ihre Ausgaben für Primärmaterial, teure Legierungen und energieintensive Raffinationsschritte.
Fazit: Verwandeln Sie Schrott in einen strategischen Vorteil!
Ihr Produktionsschrott ist eine Goldmine! Sein Management sollte einfach und profitabel sein, nicht komplex und mühsam. Genau dafür wurde PSImetals Scrap Tracking konzipiert. Als integraler Bestandteil der PSImetals-Architektur ist es das spezialisierte Werkzeug, mit dem Sie verborgene Potenziale heben: Sie automatisieren Ihre Prozesse, steigern die Produktivität, senken nachhaltig die Kosten und machen einen großen Schritt in Richtung Ihrer Nachhaltigkeitsziele.
Eingesetzte Produkte
PSImetals
Als Produzent sichern Sie sich Wettbewerbsvorteile, in dem Sie Ihre Kunden zeitgerecht mit Produkten in gewünschter Qualität und Menge beliefern. PSImetals ist das Softwareprodukt, auf dessen Basis wir Produktionsmanagementlösungen für Stahl- und Aluminiumindustrie liefern und Sie dabei unterstützen, die Anforderungen Ihrer Kunden zu erfüllen.
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Prozessablauf-Optimierung
PSImetals optimiert die Prozessabläufe und den Ressourcenverbrauch
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Effiziente KPIs
PSImetals verwendet Effizienz-KPIs als Optimierungsziele
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Kostenreduzierung
PSImetals verbessert die Kosteneffizienz, was zunehmend in Nachhaltigkeit resultiert