Dynamische Netzsicherheitsrechnung in der operativen Systemführung (DSIRE)

Berlin, 2. Juni 2021 – Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW GmbH hat die PSI Software AG mit der Lieferung eines neuen Systems für die „Dynamische Netzsicherheitsrechnung in der operativen Systemführung“ (DSIRE) beauftragt. Die neue Softwarelösung wird auf Basis der Produkte PSIpassage und PSIneplan V10 entwickelt.

PSIneplan V10 ist ein modulares Netzberechnungssystem, das sowohl die Analyse der stationären Netzsicherheit mit Hilfe von Lastfluss- und Ausfallvariantenrechnungen als auch die Untersuchung dynamischer Vorgänge im Netz ermöglicht. Zur Bewertung der dynamischen Stabilität stehen neben der transienten Stabilitätsanalyse auch die Module Spannungsstabilität und Kleinsignalstabilität zur Verfügung. PSIpassage ist auf das Energiedatenmanagement und die zugehörigen Kommunikations­prozesse spezialisiert. Die Java-basierten PSIpassage-Systeme sind bei einer Vielzahl an Netzbetreibern, u. a. für die KWEP-, GLDPM-, SOGL- und MaBiS-Prozesse, im Einsatz.

Die Energiewende mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem schrittweisen Ausstieg aus der steuerbaren Erzeugung in konventionellen Kraftwerken macht die Aufgaben der Systemführung im Stromnetz komplexer. Steuerten die Übertragungsnetzbetreiber früher bundesweit knapp 500 Großkraftwerke, so speisen heute Millionen kleinerer Anlagen, zumeist wetterabhängig und unabhängig vom Bedarf, ins Netz ein.

Die kombinierte Systemlösung DSIRE wird TransnetBW als ein entscheidendes Assistenzsystem für die Aufrechterhaltung der Systemsicherheit dabei unterstützen, die dynamische Stabilität sowohl im Echtzeitbetrieb als auch in der Betriebsplanung zu überwachen. DSIRE bietet Unterstützung bei der Entscheidungsfindung für die Systemführer und Betriebsplaner, um die Wirksamkeit von Korrekturmaßnahmen zu überprüfen. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag, das Übertragungsnetz bei einer Höherauslastung der vorhandenen Netzinfrastruktur weiter sicher innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte betreiben zu können.

Die TransnetBW GmbH betreibt mit rund 1000 Beschäftigten das Strom-Übertragungsnetz in Baden-Württemberg und sichert damit die Stromversorgung in Deutschland und in Europa.

Die NEPLAN AG, mit Hauptsitz in Küsnacht (Zürich) in der Schweiz, ist als Entwickler des Netzberechnungssystems PSIneplan, eines der weltweit führenden Unternehmen im Engineering Softwaremarkt. Seit 2020 ist die NEPLAN Teil des PSI-Konzerns.

Der PSI-Konzern entwickelt eigene Softwareprodukte zur Optimierung des Energie- und Materialflusses bei Versorgern (Energienetze, Energiehandel, Öffentlicher Personenverkehr) und Industrie (Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik). PSI wurde 1969  gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 2.000 Mitarbeiter.

Pressekontakt

  • BOZAN
    Bozana Matejcek Corporate Public Relations Manager
    PSI Software SE
    Dircksenstraße 42-44
    10178 Berlin
    Deutschland

Weitere Pressemeldungen
zu diesem Thema

Pressemitteilung Veröffentlichung von Jahres- und Konzernabschluss 2025 der PSI verschiebt sich in den Juni 2026

Die Veröffentlichung des geprüften Jahres- und Konzernabschlusses der PSI Software SE für das Geschäftsjahr 2025, die zuletzt für Mai 2026 in Aussicht gestellt wurde, wird sich weiter in den Juni 2026 verschieben. Hintergrund ist unverändert, dass die gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfung aus formalen Gründen erst abgeschlossen werden kann,…

Pressemitteilung PSI implementiert neues ERP-System bei Fahrzeugbauer FVG GmbH & Co. KG

Die PSI Software SE wurde vom Fahrzeugbauer FVG GmbH & Co. KG mit der Implementierung des ERP-Systems PSIpenta beauftragt. PSI konnte sich in einem intensiven Auswahlverfahren gegen namhafte Anbieter durchsetzen und löst das bisherige System ab.

Pressemitteilung PSI entwickelt im Verbundforschungsprojekt ELMAR KI- und cloudbasierte Lösungen für optimierte und nachhaltige Rohstoffgewinnung

Das Forschungsprojekt „ELMAR - Integration und Demonstration des Einsatzes von elektrischen Schwerlasttransportmaschinen in der Rohstoffindustrie“ wurde nach drei Jahren erfolgreich zum Abschluss gebracht. Unter der Führung und Initiative des Institute for Advanced Mining Technologies (AMT) der RWTH Aachen University und mit maßgeblicher…