• Umsatz bereinigt um den Verkauf der Mobility-Sparte 1,7 % im Plus
  • Ergebnis durch Produkt- und Resilienzaufwendungen belastet
  • Segment Process Industries & Metals durch Schwäche im europäischen Stahlmarkt belastet

Berlin, 13. Juli 2026 – Der PSI-Konzern hat im ersten Quartal des Jahres 2026 einen 2,1 % geringeren Umsatz von 66,5 Millionen Euro erzielt (31.03.2025: 67,9 Millionen Euro). Bereinigt um den Effekt der Veräußerung des Bereichs Mobility im März 2025 stieg der Umsatz um 1,7 %. Das um Restrukturierungs- und transaktionsbezogene Kosten bereinigte Betriebsergebnis (Adjusted EBIT) war mit −4,5 Millionen Euro ebenso wie das unbereinigte Betriebsergebnis (EBIT) mit −5,9 Millionen Euro negativ (Adjusted EBIT/EBIT, 31.03.2025: 2,1 Millionen Euro). Das Ergebnis wurde durch Aufwendungen für die Modernisierung der Produktbasis und die Stärkung der operativen Resilienz des PSI-Konzerns geprägt, während es im Vorjahr durch positive Sondereffekte beeinflusst war. Das Konzernergebnis lag entsprechend bei −7,4 Millionen Euro (31.03.2025: 0,3 Millionen Euro). Der Auftragseingang, der im Vorjahr durch einige sehr große Aufträge und Nachholeffekte nach dem Cyberangriff von 2024 geprägt war, verringerte sich um 31 % auf 109 Millionen Euro (31.03.2025: 158 Millionen Euro). Der Auftragsbestand lag mit 199 Millionen Euro 10,8 % unter dem Vorjahreswert (31.03.2025: 223 Millionen Euro).

Kennzahlen (TEUR) 01.01. – 31.03.2026 01.01. – 31.03.2025 Veränderung
Umsatz 66.468 67.902 −2,1 %
Bereinigtes EBIT −4.504 2.145 >100 %
EBIT −5.859 2.145 >100 %
Konzernergebnis −7.388 271 >100 %
Ergebnis je Aktie (EUR) −0,47 0,02 >100 %

Das Segment Grid & Energy Management erzielte einen 16,8 % höheren Umsatz von 35,3 Millionen Euro (31.03.2025: 30,2 Millionen Euro) und ein Betriebsergebnis von −1,2 Millionen Euro (31.03.2025: 1,5 Millionen Euro), das durch Restrukturierungskosten belastet war.

Das Segment Process Industries & Metals litt unter dem zunehmend schwierigen konjunkturellen Umfeld in Europa, so dass der Umsatz um 24,4 % auf 14,5 Millionen Euro zurückging (31.03.2025: 19,2 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments verschlechterte sich, insbesondere durch den Rückgang der Lizenzumsätze, auf −2,4 Millionen Euro (31.03.2025: 0,8 Millionen Euro).

Der Umsatz im Segment Discrete Manufacturing lag mit 7,9 Millionen Euro 1,7 % über dem Vergleichswert des Vorjahres (31.03.2025: 7,8 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis war aufgrund von Aufwendungen für die Cloud- und SaaS-Transformation mit −1,7 Millionen Euro negativ (31.03.2025: −0,1 Millionen Euro).

Das Segment Logistics steigerte den Umsatz um 7,0 % auf 8,8 Millionen Euro (31.03.2025: 8,2 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis war auch hier infolge der Aufwendungen für die Cloud- und SaaS-Transformation mit −0,6 Millionen Euro leicht negativ, während es im Vorjahresquartal ausgeglichen war.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns verringerte sich durch das im zweiten Quartal 2025 initiierte Kostensenkungsprogramm auf 2.295 (31.03.2025: 2.339). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit −3,7 Millionen Euro negativ (31.03.2025: 10,6 Millionen Euro). Die liquiden Mittel erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2025 auf 30,9 Millionen Euro (31.12.2025: 27,3 Millionen Euro), während die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 31,9 Millionen Euro stiegen (31.12.2025: 18,5 Millionen Euro).

Am 1. Juli 2026 hat Warburg Pincus bekanntgegeben, dass alle Bedingungen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre der PSI erfüllt wurden. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der strategischen Partnerschaft erreicht, so dass PSI nun beschleunigt in Innovationen und die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells investieren wird.

Trotz der konjunkturellen Unsicherheiten und des weiterhin hohen Investitionsbedarfs strebt PSI für 2026 ein Wachstum des Auftragseingangs und Umsatzes um etwa 10 % und eine um Einmalaufwendungen bereinigte EBIT-Marge von etwa 4 % an.

Der PSI-Konzern entwickelt Softwareprodukte zur Optimierung des Energie- und Materialflusses bei Versorgern und Industrie. Als unabhängiger Softwarehersteller mit 2.300 Beschäftigten ist PSI seit 1969 Technologieführer für Prozesssteuerungssysteme, die durch die Kombination von KI-Methoden mit industriell bewährten Optimierungsverfahren für eine nachhaltige Energieversorgung, Produktion und Logistik sorgen. Die innovativen Branchenprodukte können vom Kunden selbst oder in der Cloud betrieben werden. 

Pressekontakt

  • BOZAN
    Bozana Matejcek Corporate Public Relations Manager
    PSI Software SE
    Dircksenstraße 42-44
    10178 Berlin
    Deutschland

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