Angesichts eines zunehmenden Effizienzdrucks weisen Studien auch in der Logistik auf ein wachsendes Interesse an KI-Lösungen hin. Anwendungsbeispiele verdeutlichen, dass die Technologie neue Möglichkeiten bietet, Prozesse transparenter zu steuern und operative Entscheidungen zu verbessern.
Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt in der Logistik zunehmend an Bedeutung. Während bislang nur wenige Unternehmen KI-Lösungen im produktiven Lagerbetrieb einsetzen, zeigt sich: Deren Nutzen ist bereits heute messbar. Verschiedene Studien und erste Praxisbeispiele machen klar, dass KI die Effizienz logistischer Prozesse steigern, Personal entlasten und komplexe Abläufe transparenter machen kann. Zugleich betreiben Technologieanbieter wie PSI Software die Entwicklung integrierter KI-Lösungen im Warehouse Management und bringen diese bereits in Kundenszenarien zum Einsatz.
Studie: Einsatzfelder und Potenziale
Die Logistikbranche steht vor der Herausforderung, stetig wachsende Datenmengen effizient zu verarbeiten und operative Prozesse dynamisch zu steuern. Eine von PSI beauftragte Civey-Studie zeigt, dass bislang zwar nur 15 Prozent der Unternehmen KI im Lager nutzen, jedoch 41 Prozent innerhalb der kommenden drei Jahre investieren möchten. Gründe dafür liegen in den vielfältigen Potenzialen: KI kann Zeit und Kosten reduzieren, Prozessabläufe optimieren sowie genauere Bedarfs- und Bestandsprognosen unterstützen. Unternehmen erwarten durch künstliche Intelligenz insbesondere Verbesserungen in den Bereichen Lageroptimierung, Bestandsverwaltung, Einlagerung, Wareneingang und -ausgang sowie Retourenmanagement. Durch die Fähigkeit, Muster zu erkennen und Prozesse laufend zu optimieren, könnte KI zum zentralen Werkzeug für eine leistungsfähigere Intralogistik werden. Angesichts dessen zeigt sich ein klarer Trend pro KI im Lager mit einem erwarteten Implementierungsgrad von rund 56 Prozent.
Plattform für die Lageroptimierung
Die Business Unit Logistics der PSI Software SE entwickelt seit mehreren Jahren KI-basierte Funktionen für das Warehouse Management und hat diese in der Plattform PSIwms AI gebündelt. Die Lösung ist direkt an das Warehouse Management System PSIwms angebunden. Grundlage ist ein digitaler Zwilling, der sämtliche Eigenschaften des realen Lagers abbildet und es ermöglicht, unterschiedlichste Szenarien flexibel und ohne Eingriff in den Realbetrieb zu testen. Änderungen im physischen Lager werden automatisch und in Echtzeit in den digitalen Zwilling übernommen und bei der Analyse berücksichtigt. Dadurch lassen sich Auswirkungen von Prozessanpassungen sofort erkennen und Optimierungspotenziale zuverlässig identifizieren. Für diesen Ansatz erhielt PSIwms AI auf der Logimat 2025 den Best Product Award in der Kategorie Software, Kommunikation, IT. Laut Jury leistet die Lösung einen wesentlichen Beitrag zur Produktivitätssteigerung in der Intralogistik und ermöglicht es, Lagerprozesse ganzheitlich zu optimieren. Das in PSIwms AI enthaltene Modul Batch AI wurde seit der Auszeichnung entscheidend weiterentwickelt und in den PSIwms-Standard überführt, sodass dieses Produkt jetzt für viele Kunden einsetzbar ist. Batch AI optimiert einstufige sowie zweistufige Kommissionierstrategien mit regel- und KI-gestützter Batch-Bildung. (…)
Auszug aus materialfluss vom 08.06.2026