Vom theoretischen Modell zum digitalen Standard: Durch präzise Netzzustandsschätzung und automatisierte Engpassbehandlung wird die intelligente Niederspannungstransparenz nach § 14a EnWG zur operativen Realität.
Die Energiewende in Deutschland hat eine Dynamik erreicht, die die physikalischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Verteilnetzbetreiber grundlegend verändert. Während früher die Hoch- und Mittelspannungsebene im Fokus der Automatisierung standen, rückt nun das Niederspannungsnetz in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Getrieben durch den Hochlauf der Elektromobilität, den Einbau von Wärmepumpen und die steigende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen, stehen Netzbetreiber vor der Herausforderung, eine drohende Überlastung der Betriebsmittel proaktiv zu verhindern. Insbesondere die Festlegungen des Paragrafen 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) stellen Netzbetreiber, die steuerbare Verbrauchseinrichtungen zur Vermeidung von Netzüberlastungen dimmen, vor weitreichende Aufgaben. Diese sind ohne durchgehende Digitalisierung und Automatisierung kaum zu bewältigen. (…)
Auszug aus 50komma2 vom 24.04.2026