Bisher setzen nur wenige Unternehmen im Lagerwesen Systeme mit künstlicher Intelligenz ein. Aufgrund zahlreicher Vorteile für die Logistikprozesse könnte sich das aber schon bald ändern. Welche Unternehmen wann und an welcher Stelle investieren wollen, zeigt eine repräsentative Civey-Studie im Auftrag der PSI Software SE.
KI-gestützte Systeme können dabei helfen, Logistikprozesse aller Art effizienter zu gestalten. Bereiche wie die Bestandsplanung, das Retourenmanagement oder der Wareneingang lassen sich mit künstlicher Intelligenz optimieren. KI ist das entscheidende Werkzeug, um die inzwischen enorme Datenverfügbarkeit in operativen Mehrwert umzumünzen. Anstatt Datenmengen nur retrospektiv zu analysieren, verbessert KI laufende Prozesse dynamisch, erkennt Muster und erstellt Handlungsempfehlungen.
Fraglich ist allerdings, inwieweit die neue Technologie bereits im Lagerbetrieb angekommen ist. Wie groß ist die Investitionsbereitschaft und welche Einsatzfelder stehen dabei im Fokus? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Marktforschungshaus Civey im Auftrag der PSI Software SE eine repräsentative Studie in Deutschland und Polen – zwei der wichtigsten europäischen Logistikmärkte – durchgeführt. Dabei wurden jeweils 150 Entscheider in beiden Ländern befragt und hierfür Branchen wie der Maschinen- und Anlagenbau, Handel/E-Commerce und die Automobilindustrie berücksichtigt. Die Bandbreite reicht von Kleinunternehmen über Mittelständler bis hin zu Konzernen mit über 500 Mitarbeitern.
Nutzungsprognose von KI für das Jahr 2028
Die Studie zeigt, dass 15 Prozent der befragten Unternehmen bereits KI im Lager einsetzen. In den kommenden drei Jahren wollen weitere 41 Prozent in diese Zukunftstechnologie investieren. In dieser Hinsicht treten allerdings deutliche Unterschiede zwischen Deutschland und Polen zutage. (…)
Auszug aus Digital Manufacturing, Ausgabe 01.02.2026, Seite 32, Autor Phillip Korzinetzki