Wie entwickelt sich die Nutzung künstlicher Intelligenz in der Intralogistik? Was sind die wichtigsten Einsatzfelder? Welche Herausforderungen stellen sich bei der Implementierung im Lagereinsatz? Um diese Fragen zu beleuchten, hat PSI im Juli 2025 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Civey 300 Logistikfach- und Führungskräfte befragt. Ein Jahr später lohnt sich ein Abgleich der operativen Realität.
Zum Befragungszeitpunkt setzten 15 Prozent der Unternehmen KI bereits produktiv im Lager ein. Weitere 41 Prozent kündigten an, bis 2028 in entsprechende Lösungen investieren zu wollen. Im Fokus stehen dabei Lageroptimierung und Bestandsverwaltung als wichtigste Einsatzfelder. Gleichzeitig wurden einige Hemmnisse wie Kostenrisiken, die Akzeptanz der Mitarbeiter und technische Herausforderungen identifiziert.
Mehr zur Stichprobe und Methodik der PSI-Studie können Sie in der Pressemeldung PSI-Branchenstudie zeigt Trend zu Künstlicher Intelligenz in der Lagerlogistik nachlesen.
Die Studie auf einen Blick
Das sagen die Logistikprofis: die wichtigsten Ergebnisse der repräsentativen Umfrage im Überblick.
Der wichtigste Einsatzbereich für KI.
Die größte Hürde für den KI-Einsatz.
Der größte Vorteil durch KI im Lagereinsatz.
Report zur Studie KI in der Logistik
Erfahren Sie im Report mehr Details darüber, wie weit Künstliche Intelligenz in der Lagerlogistik verbreitet ist und in welchen Einsatzfeldern die Trend-Technologie eingesetzt wird. Darüber hinaus zeigt die Studie, wann Intralogistik-Entscheider in KI-Systeme investieren möchten und mit welchen Herausforderungen die Unternehmen zu kämpfen haben.
Ein Jahr später: Mehr theoretisch als produktiv
Im Sommer 2026 zeigt sich: Das große Interesse an KI ist geblieben. Was bislang fehlt, ist das Tempo bei der Umsetzung. Zwischen Investitionsabsicht und produktivem Einsatz klafft weiterhin eine spürbare Lücke. Die KI-Nutzung in der Logistik findet meist abseits der eigentlichen Lagerprozesse statt – etwa bei die Auswertung von Informationen oder die Analyse von Dokumenten. Bei vielen Unternehmen gibt es große Hemmungen, KI in geschäftskritische Abläufe einzubinden. Und diese Bedenken sind verständlich. KI darf keine Blackbox mit schwammigem Einsatzzweck sein. Sie muss innerhalb klarer Grenzen agieren und nachvollziehbare Ergebnisse liefern.
Wer den Sprung in den Lageralltag schafft
Lösungen, die es in den logistischen Produktivbetrieb schaffen, unterstützen meist in einzelnen, klar umrissenen Anwendungsfeldern: in der Kommissionierung, der Bestandsanalyse oder bei wiederkehrenden Entscheidungen. Produktiv wird, was drei Bedingungen erfüllt: Es fügt sich nahtlos in bestehende Prozesse ein, liefert einen schnell messbaren Nutzen und bleibt für den Anwender nachvollziehbar.
Wenn aus einer Idee Standardsoftware wird
Der Reifegrad einer KI-Lösung zeigt sich erst dann, wenn aus einem Innovationsprojekt ein einsatzbereites Produkt wird: kalkulierbar in den Kosten, sofort verfügbar und mit unmittelbar erlebbarem Nutzen für den Anwender. Genau in diese Richtung entwickelt PSI sein KI-Portfolio. Ein erstes Ergebnis dieser Strategie ist Batch AI: Das KI-Modul ist inzwischen Teil des PSIwms-Standards. Im Praxiseinsatz hat es Kunden dabei unterstützt, Kommissionierwege um rund 30 Prozent zu reduzieren und die Pick-Effizienz um über 20 Prozent zu steigern. Das ist erst der Anfang: Nach dem Muster von Batch AI wird PSI weitere KI-Bausteine entwickeln, die konkrete Vorteile in praktischen Einsatzbereichen bieten.
Mehr über die KI-Strategie von PSI erfahren Sie im Blogartikel Neue KI-Bausteine für bessere Lagerprozesse.
Fazit: Schritt für Schritt statt großer Wurf
Die Zwischenbilanz nach einem Jahr fällt unaufgeregt aus – und das ist eine gute Nachricht. KI wird im Lager nur durch nachvollziehbare, klar abgegrenzte Lösungen mit messbarem Nutzen zum Standard werden. Wer KI als Werkzeugkasten und nicht als Komplettpaket begreift, kommt schneller in die produktive Nutzung. Genau in diese Richtung entwickelt PSI sein Portfolio kontinuierlich weiter.